Schneewitt´sche (Grimmiges Märchen)

Es war einmal in einem Landkreis mit sieben Bergen, da wohnte ein eigenartiges Völkchen, das es sich zur Aufgabe gemacht hatte, fast ausgestorbene Fahrzeuge aus Pappe am Leben zu erhalten.
Dieser eigenartige Volkstamm war mit der Politik und Führung des Hofstaates der allmächtigen Schwiegermutter in der Landeshauptstadt nicht ganz einverstanden.
Über mehrere Monate schwelte bei den Versammlungen der volkseigenen Diskussionsebene (einer elektronischen Buschtrommel) die Diskussion über einen e.V. der zwergischen Stämme.

Bald herrschte Einigkeit unter dem Volke, dass ein Verein mit all seinen Vorzügen erstrebenswert sei. So ging das Volk auf die Suche nach einem Stammeskönig. Auch ein Junker und Schreibgelehrter wollte gefunden werden, was sich jedoch schwierig gestalten sollte, da keiner der Stammesbrüder ein Amt übernehmen wollte.

Schließlich kam die Zeit, als sich – praktisch über Nacht – auf einmal 7 Zwerglein den Regeln des Stammes entsagten und einen eigenen Orden gründeten, in dem die alte zwergische Tradition des Schnapsbrennens (speziell Kräuterbrände nach Kümmerlinger Art) großgeschrieben werden sollte.

Die verbleibende Zahl der Stammesbrüder sammelte sich um ihren Stammeskönig „Schneewittsche“ und beratschlagten, wie denn mit der neuen Situation umzugehen sei, als ein Ruf aus der Landeshauptstadt schallte, eine große Volksversammlung zur Findung der neuen politischen Ziele abzuhalten.

Bei dieser Versammlung, welche in Haag im Zentrum des zwergischen Gebietes stattfand, kam es zum Eklat. Die Gruppe um den Gebietsfürsten aus Unterneukirchen beschloss nach vielen vorangegangenen Diskussionen, ihr eigenes Süpplein zu kochen.

Es war ja nicht so, dass sich dieser quertreibende Haufen den Regeln und Vorschriften aus der Landeshauptstadt zur Gänze entsagen wollte, jedoch fanden die Ansichten und Meinungen aus der Unterneukirchner Region in der großen Volksversammlung nicht die nötige Beachtung.

So blieb nichts anderes übrig als eine Lossagung dieser Gruppe von der überregionalen Politik. Schließlich war ja keiner dieses Völkchens bereit, den vergifteten Apfel aus der Hand der bösen Schwiegermutter freiwillig zu schlucken.

Ein neuer Volksstamm wurde gegründet und die Abkehr von der Großmacht mit einer zünftigen Grillfeier besiegelt.

Ein neues Wappen wurde gefunden und man kam überein, dass der neue Volksstamm den Namen BTIF (Bayrische Trabant und IFA Freunde) führen sollte.

 

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